Wir verstehen das Studium Mode-Design als kulturelle Praxis: Als «Doing Fashion» ist diese Praxis eingebettet in verschiedene Felder, die die Absolvent:innen befähigen, den Einstieg in das Berufsleben produktiv umzusetzen. Die Anforderungen im nationalen und internationalen Kontext der Mode haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben einer Revision der ökonomischen, humanitären und umweltpolitischen (Nachhaltigkeit) Strukturen, sind digitale Skills und Entwurfstechniken (Digital Fashion) in das Zentrum der Anforderungen an eine junge Generation von Designer:innen gerückt. Der Basler Ansatz bewegt sich an der Schnittstelle analoger und digitaler Entwurfs-Methoden und hat den Körper, seine Bewegung und seine Situiertheit in der Welt im Blick. Mode ist mehr als nur die Verschmelzung von Design und Kunst. Sie ist etwas Drittes: Ihre Stärke und Kraft liegen in der Performativität ihres Designs, in ihrer Entstehung und Gestaltung sowie in der Performanz ihrer Präsentation.
Es geht steht darum, dass wir den Raum zwischen Kleid und Leib als etwas anderes erfahren. Wie lässt sich in Verbindung mit verschiedenen Körperformen eine gewünschte ästhetische Qualität und Wirkung dreidimensional skizzieren und eine inem zweidimensionalen Schnitt umwandeln? Die Studierenden sollen im Modul Norm not Norm den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Körperformen und Körpergrössen und der Wirkung von gesetzten Schnittlinien erkennen. Dabei lernen sie, welches Auswirkungen eine gesetzte Linie einerseits auf den Entwurf uns andererseits auf die Präzision der Passform haben kann.
Doing Fashion Knowledges 1/ LV _ Körper der Mode. «ReMembering the Body»? 2023